Web Scraping, Schweizer Immobilienseiten im Visier dieser Technik?

Scraping kommt von dem englischen Verb "to scrape", dessen französische Übersetzung "kratzen" lautet. Scraping einer Webseite bedeutet das Kopieren und Einfügen des Inhalts der Webseite über ein Skript oder Programm, das diesen Vorgang periodisch durchführt.Das Ziel ist es, Daten aus einer Website zu extrahieren. Dann wird es umgewandelt, damit es in einem anderen Kontext verwendet werden kann.Nehmen wir den Fall des Schweizer Immobiliensektors. Wie bei anderen Aktivitäten auch, sind es vor allem die so genannten "Vergleichsseiten" oder neue Akteure, die sich auf den Weg machen und diese Technik nutzen.Warum ist dies der Fall? Ganz einfach, weil es tatsächlich einfacher und vor allem profitabler ist, Inhalte zu kopieren und einzufügen, als sie zu erstellen.

Ist Scrapbooking also eine echte Bedrohung für Ihr Image?
Grundsätzlich bietet Ihre Website Ihren Nutzern reichhaltige Inhalte. Immobilienbeschreibungen, Preise, Fotos, virtuelle Touren, Home Staging etc... Eine ganze Reihe von Dienstleistungen, um den Wert der Immobilie zu steigern, die Sie Ihren Nutzern anbieten. Es ist unbestreitbar, dass diese Inhalte Umsatz generieren, zu Ihrem Image, zu Ihrer Identität beitragen. Offensichtlich verstärken sie Ihre Sichtbarkeit in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Daher ist es wichtig, eine möglichst große Verbreitung zu gewährleisten. Aber zu Ihren Bedingungen und im Einklang mit Ihrer Marke. Außerhalb dieser Seiten werden Ihre Sicherheitslücken ausgenutzt, um Ihre Daten zu aggregieren oder in Vergleiche zu integrieren. Sie können diese Rohdaten auch weiterverkaufen oder sie in Form von Daten in Analyseprodukte integrieren.

Ist es also möglich, Web Scraping in der Immobilienbranche in der Schweiz zu verhindern?
Bei comparis.ch zum Beispiel scheint es genauso einfach zu sein wie bei anderen Websites, die diese Technik verwenden. Dies bedeutet die Anwendung der Rechtsprechung von Ryanair LTD v. PR Aviation BV. Im Jahr 2015 fällte der Gerichtshof der Europäischen Union die historische Entscheidung, die Flugvergleichsseite Pr Aviation BV zu verurteilen, weil sie Daten von der Ryanair-Website abgerufen hatte, ohne über eine entsprechende Lizenzvereinbarung zu verfügen.

Es ist daher notwendig, diese Technik zu verhindern, indem in diesen TOS (Allgemeine Nutzungsbedingungen) ein eigener Absatz hinzugefügt wird, der diesen Text enthält :

Zulässige Verwendungen.
"Alle Inhalte (Informationen, Dokumente, Bilder, Preise, die auf unserer Seite veröffentlicht werden) sind und bleiben Eigentum von (Name der Agentur) oder eines anderen Rechteinhabers. Im Allgemeinen wird dem Besucher der Website kein Recht an diesen Elementen eingeräumt, mit Ausnahme der ausdrücklich genehmigten Nutzung. Diese Elemente werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, wenn dies nur für private Zwecke erforderlich ist, in Übereinstimmung mit dem Zweck der Website (Name der Agentur). Keines dieser Elemente darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Unternehmens verwertet, reproduziert, verändert, verbreitet (elektronisch, in Papierform oder auf andere Weise) oder auf sonstige Weise für gewerbliche Zwecke genutzt werden.

Zugelassene Verwendungen :

Sie dürfen diese Website nur für die folgenden privaten, nicht-kommerziellen Zwecke nutzen:

konsultieren Sie diese Website;
Immobiliensuche durchführen;
Anforderungen zu übertragen;
Online-Registrierung;
über Links auf dieser Website zu anderen Websites zu gelangen;
andere Geräte verwenden, die auf dieser Website gefunden werden können.
Die Verwendung von automatisierten Systemen oder Software zur Extraktion von Daten von dieser Website oder von der Website von (Name der Agentur) zu kommerziellen Zwecken (Screen Scraping) ist untersagt, es sei denn, Dritte haben direkt mit (Name des Unternehmens) einen schriftlichen Lizenzvertrag abgeschlossen, in dem der betreffenden Partei Zugang gewährt wird. »

Reicht es also, wenn wir unsere Inhalte zum Beispiel auf comparis.ch nicht mehr sehen?
Das sollte so sein, ist es aber nicht. Warum nicht? Denn das System, das wir eingerichtet haben, ist eher bösartig. Um die Sichtbarkeit der Objekte zu erhöhen, nutzen die Agenturen Immobilienportale (z.B. immoscout24.ch, Homegate.ch, immostreet.ch, ...). Leider haben diese Immobilien-Websites eine kommerzielle Vereinbarung mit comparis.ch und bieten keinen exklusiven Vertrieb auf ihrem Portal an. Die einzige Website in der Westschweiz, die den Datenschutz garantiert, ist immobilier.ch. Sie weist auf ihrer Website deutlich auf die Anti-Scraping-Regeln hin und hat keine kommerzielle Vereinbarung mit comparis.ch für die Veröffentlichung von Anzeigen über einen indirekten Feed.

Offensichtlich, warum Sie die Immobilienanzeigen auf comparis.ch nicht wollen.
Beschädigung des Eigentums des Kunden
Es sollte nicht vergessen werden, dass das Immobilienbüro in der Lage sein muss, die Entwicklung der ihm anvertrauten Immobilie von Anfang bis Ende zu kontrollieren. Sie ist vertraglich der Garant für die Vertraulichkeit der Daten der Mandaten. Comparis.ch ruft die Inhalte der Immobilie ab und aggregiert Informationen, auf die die Agentur keinen Einfluss hat (Historie, Bewertung,...). Danach sind diese Daten falsch und verschlechtern den Wert der Eigenschaft des Mandats.

Eine falsche Sicht auf den Markt
Das Rating von comparis.ch wird auf Basis eines "durchschnittlichen Verkaufspreises" berechnet. Tatsächlich ist es aber der Durchschnitt des "Wunschpreises der Verkäufer". Der tatsächliche Verkaufspreis, also der Preis der endgültigen Transaktion, ist comparis.ch nicht bekannt. Daraus ergibt sich je nach Objekt ein erheblicher Unterschied. Das bedeutet, dass die in dieser Notiz vermittelte Marktmeinung falsch ist.

Ein wirtschaftliches Monopolmodell
Zudem bietet comparis.ch unter dem Deckmantel eines Immobilienpreisvergleichs eigene Maklerdienste an (siehe Bild unten). comparis.ch vermittelt über die Tochterfirma BeneCasa Vermittlungsaufträge an Immobilienmakler, die für diese Dienstleistung bezahlen.

Vertraulichkeit der Daten
Schlimmer noch: Die von comparis.ch abgerufenen Daten können an all diese Partner weitergegeben werden, ohne dass die Immobilienbüros darüber informiert werden. Die durch das vertraglich vereinbarte Mandat anvertrauten Daten sind somit dem Meistbietenden ausgeliefert.

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